30.06.10
Kai-Sören Kehrmann, langjähriges Mitglied der CDU, stellvertretender Stadtverbands-vorsitzender der CDU in Sachsenhausen und Mitglied der CDU-Fraktion im Ortsbeirat 5 hat seinen Parteiaustritt erklärt und wechselt mit seinem Mandat zu den FREIEN WÄHLERN. Diese werden von sofort an durch Herrn Kehrmann wieder im Ortsbeirat 5 vertreten sein.
Herr Kehrmann begründete in einer ausführlichen Erklärung seinen Schritt, der ihm nach 36 Jahren CDU-Zugehörigkeit keineswegs leicht gefallen ist, mit zu großen Differenzen in Wirtschafts-, Integrations-, Schul- und Verkehrsfragen: "Nicht ich habe meine Ansichten geändert, sondern die CDU", schreibt er in seiner Austrittserklärung.
Scharfe Kritik übt Kehrmann an dem innerparteilichen Umgang mit dem "unglaublichen Verhalten von Herrn Heumann". Der seit einiger Zeit unter massiven öffentlichen Druck geratene CDU-Stadtverordnete werde von der Partei gestützt, trotzdem in der Frankfurter CDU seit langem bekannt sei, in welch privaten und beruflichen Schwierigkeiten Heumannm verwickelt sei: "Da ich diese Lügen nicht mittragen will und kann, habe ich mich zu diesem Schritt entschieden."
In den FREIEN WÄHLERN Frankfurts sieht Herr Kehrmann eine politische Alternative, die er künftig unterstützen und stärken möchte. Die FREIEN WÄHLER haben sich mit Herrn Kehrmann ausführlich über seinen Wechsel unterhalten und in wichtigen Fragen Übereinstimmung erzielt. Seinem Aufnahmeantrag bei den FREIEN WÄHLERN ist bereits positiv entsprochen worden, beide Seiten freuen sich auf eine künftig produktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.
Nach den Austritten der Stadtverordneten Holtz und Schenk aus der CDU-Fraktion im Römer signalisiert die Abkehr von Kai-Sören Kehrmann von der Partei ein weiteres Mal die Krise der Frankfurter CDU, die auch eine Krise der Bundespartei ist. Es ist gut möglich, dass Herr Kehrmann nicht der letzte Mandatsträger ist, der noch vor der Kommunalwahl im März 2011 die CDU verlässt. Das liegt nicht an keineswegs existierenden Lockangeboten der FREIEN WÄHLER oder anderen Parteien, sondern daran, dass die CDU keinen erkennbaren politischen Kurs mehr steuert und sich in Frankfurt in zentralen Fragen in völlige Abhängigkeit von den Grünen begeben hat. Wenn die CDU das nicht grundlegend ändert, wird sie bei der kommenden Kommunalwahl dafür bezahlen müssen - der Preis könnte hoch sein.
PRESSEMITTEILUNG 39/2010
Frankfurt/Main, 30. Juni 2010
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