Der eingewanderte Antisemitismus wird zum Härtetest für die Integration in Frankfurt

07.02.10

Hilferufe gegen islamischen Judenhass mehren sich

Schon viel zu lange haben offizielle Stellen und auch die Medien den immer aggressiver  in Erscheinung tretenden neuen Antisemitismus in Frankfurt heruntergespielt oder gar geleugnet. Doch das ist offenbar nicht länger möglich, wie ein an die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung gerichteter Antrag für eine Projektförderung der "Jugendbegegnungsstätte Anne Frank" nun dokumentiert.

Die "Jugendbegegnungsstätte Anne Frank" in der Hansaallee beantragt die Förderung des Projekts "Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft entgegentreten" mit einem Betrag von 35.000 Euro. Die Institution, eine Einrichtung der außerschulischen politischen Bildungsarbeit in Frankfurt, schreibt dazu: "Gerade in letzter Zeit erhalten wir vermehrt Anfragen von LehrerInnen sowie MitarbeiterInnen der außerschulischen Jugendarbeit, die einen Bedarf an Unterstützung zum Umgang mit antisemitischen Äußerungen anzeigen. Insbesondere wird dabei die Zunahme von Formen des islamistischen Antisemitismus beschrieben."

Wie auch immer die angeschriebenen Fraktionen sich hinsichtlich der Förderung des Projekts entscheiden werden - eines ist schon jetzt klar: Der Mantel verlegenen Schweigens über diese beklemmende, 65 Jahre nach dem Ende des mörderischen NS-Regimes unerträgliche Entwicklung kann und darf nicht länger über diesen eingewanderten Antisemitismus gehüllt werden. Es sollte allerdings auch nicht versucht werden, die eindeutige Quelle neuen Judenhasses in Frankfurt mit Formeln wie "sekundärer Antisemitismus" oder "globalisierter Antisemitismus" verbalakrobatisch "politisch korrekt" zu vernebeln.

Die bedrohliche Entwicklung, deren"Triebkräfte dem Schreiben der "Jugend-begegnungsstätte" zufolge "hauptsächlich unter männlichen muslimisch geprägten Jugendlichen" zu suchen ist, kann nur durch Öffentlichkeit, Ehrlichkeit und offensives Gegensteuern aufgehalten werden. Dabei muss den muslimisch geprägten Einwanderern und ihren Nachkommen in Wort und Tat  deutlich gemacht werden, dass Antisemitismus in Frankfurt und Deutschland keinen Platz mehr hat. Das gilt ohne Abstriche auch für eingewanderte Menschen, die hier leben wollen und materielle Unterstützung wie auch Respekt verlangen. Beides kann nur fordern, wer sich entsprechend verhält.

Für die Frankfurter Integrationspolitik wird der eingewanderte Antisemitismus zur Härteprobe. Die Freien Wähler erwarten von den derzeit politisch Verantwortlichen im Magistrat und der schwarz-grünen Koalition, das wachsende Problem des eingewanderten islamischen  Antisemitismus nicht mehr zu tabuisieren, sondern Moscheegemeinden und die islamischen Verbände und Vereine zu unzweideutigen Stellungnahmen und Maßnahmen zu drängen. Ansonsten droht der neue Antisemitismus für Frankfurt und Deutschland großen Schaden zu bringen. Das muss mit allen gesetzlichen Mitteln verhindert werden.

PRESSEMITTEILUNG 11/2010

Frankfurt/Main, 7. Februar 2010