Frankfurt soll 2010 die deutsche Wiedervereinigung vor 20 Jahren feiern

23.11.09

Freie Wähler fordern Zusammenarbeit der Stadt mit Bundesstiftung

In einem aktuellen Antrag an die Stadtverordnetenversammlung machen die Freien Wähler Vorschläge, wie die Stadt im kommenden Jahr 2010 die Wiedervereinigung vor 20 Jahren begehen sollte. Die Fraktion zieht damit auch die Konsequenz aus der bedauerlichen Tatsache, dass in Frankfurt der 20. Jahrestag des historischen Falls der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze offiziell so gut wie unbeachtet blieb.

Das befremdete umso mehr, als Leipzig, das eine entscheidende Rolle für den Untergang der DDR spielte, Frankfurts Partnerstadt ist.

In dem Antrag fordern die Freien Wähler drei Punkte:

1. Im Jubiläumsjahr 2010 der deutschen Wiedervereinigung 1990 wird die Frankfurter Erinnerungskultur dieses große nationale und internationale Ereignis mit Ausstellungen und Veranstaltungen in den Mittelpunkt stellen.

2. In Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Partnerstadt Leipzig sollen Theorie und Praxis des zweiten deutschen Unrechtsregimes im 20. Jahrhundert in geeigneter Weise gerade den jungen Menschen in Frankfurt veranschaulicht werden.

3. Am 3. Oktober 2010 findet in der Paulskirche eine öffentliche und feierliche Veranstaltung statt unter dem Motto "20 Jahre vereint - Frankfurt am Main freut sich!". Ferner organisiert die Stadt am Vorabend des 3. Oktober 2010 eine bunte Veranstaltung mit Künstlern aus Leipzig und anderen Frankfurter Partnerstädten.

PRESSEMITTEILUNG 78/2009

Frankfurt/Main,  23. November 2009